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Vibes•Health

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Done-Liste

Sonntag:
Chorkonzertbesuch. Neidisch auf die Zippe Sängerin gestarrt, die meinen Platz eingenommen hat. Selber Schuld.
Also ich.
Anschliessend mitgefeiert, trotz Nichtteilnahme am Konzert.
Mitgesangen, mitgehangen.
Um 3 Uhr morgens mit zu Grace Jones getanzt.
Zu Hause versucht Schuhe vor der Wohnungstür ausgezogen und auf dem Sofa geschlafen.
Freude empfunden, nie ein Nudelholz gekauft zu haben.

Montag:
Felidae-Tag.

Dienstag:
Larousse am Spiess. Ein Fuss mit 15 quälenden Akupunkturnadeln hat etwas von einem Käse-Igel.
Bloss blasser.

Mittwoch:
Date mit der Gastgeberin von Sonntag. Von 12 bis 4 abgelästertlacht und die Welt verbessert.

Donnerstag:
Festgestellt, dass die Welt die Besserung verweigert.
Weiter festgestellt: mir egal.

Es geht bergauf, Folks!

Beschäftigtes

So.
Sie fragen sich vielleicht was Frau Larousse gerade so treibt, da sie ja offensichtlich viel zu beschäftigt ist, um ihr Blog mit Nahrhaftem zu versorgen.
Wissen Sie - ich habe mich entschlossen, im Moment nur das zu tun, was mir gut tut.
Nach mehr als einem Jahr vollgestopft mit Dingen, die mir definitiv NICHT gut getan haben.
Nicht, dass mir das Blog nicht gut täte.
Ganz im Gegenteil.
Es steht nur gerade nicht auf Platz eins der Dinge, die ich nachholen muss.
Da stehen eher so Dinge wie soziale Kontakte pflegen.
Zum Beispiel.
Also in echt.
Mit Fleisch und Blut und so.
Ob das nun jedem einzelnen der sich in der larouss'schen Umlaufbahn befindlichen Monde gefällt, ist eine andere Sache, obwohl ich ja eine Verfechterin der These bin, solange es MIR gut geht, geht es auch den mich Umkreisenden gut.
Jedenfalls den meisten.
Und denen, denen ich nicht gut tue, wenn ich mir Gutes tue - nun ja, die sind dann vielleicht irgendwie Fehl am Platze.
Wir werden sehen.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Listig

"Schreiben Sie das alles doch einfach mal auf" sagt die Dame zu mir "machen Sie eine Ist und eine Soll-Liste. Wo bin ich, und wo möchte ich sein. Sie werden sehen dann wird einiges gleich viel klarer!"
Aha.
Eine Liste.
Schreiben also.
Soweit klar.
Das Problem nur ist - oder soll? - dass ich jedesmal, wenn ich einen Stift - denn mit traditionellen Stiften und dem guten, alten, geduldigen Papier lassen sich solche Listen eindeutig besser schreiben als mit Maus und Tastatur, sowas muss man fühlen - also das Problem ist, dass mir meine Soll-Liste jedesmal entgleitet, wenn ich sie anfangen will.

Im Soll-Bereich gleite ich jedesmal in die Vergangenheit ab, was ja nicht der Sinn einer Soll-Liste sein soll, kann oder ist, denn Vergangenes ist Vergangenes ist Vergangenes.
Also sitze ich rum und grüble über realisierbare Soll-Zustände und bin höchst erstaunt, wie schwer es mir fällt, mir, die ich immer dachte, ich wüsste, was ich sollte wollte.

Hm.

Und genau daher weht wohl der Hase.

Freitag, 11. Dezember 2009

Malade

Ach, wissen Sie - Krankheit ist dann ja irgendwie auch keine Lösung.
Ich habe das die letzten 10 Tage getestet, und es ist einfach... unlustig.
Bei der Depression angefangen - schliesslich habe ich in diesem Bereich bereits Erfahrungswerte aufzuweisen - über einen wirklich fiesen Herpes am Mund bis zur ausgewachsenen Bronchitis - alles nicht empfehlenswert.
Es senkt die Stimmung (sofern dies überhaupt noch möglich ist), trägt durch ein grauenhaftes Erscheinungbild nicht gerade zur Stärkung des Ego bei, und das ständige Husten macht zwischenmenschliche Kommunikation geradezu unmöglich.

Aus diesem Grunde habe ich in Nachtarbeit (irgendwie muss man die Schlaflosigkeit einfach auch mal positiv nutzen) meinen höchstpersönlichen Plan B erstellt:
WEIHNACHTSMARKT!

Warum?
Naja, erstens ist gerade praktischerweise genau JETZT die Zeit dazu.
Und dann glaube ich persönlich ja an die die Kraft der Natur.
Gewürze und so.
Nelken, also Gewürz-, Zimt, ein bisschen Zitrus, Zucker, und natürlich Wein.
Alles Natur.
Und Alkohol soll ja desinfizierende Wirkung haben.
Morgen wird der Selbsttest gestartet.

Nicht billig bei 2 Euronen 50 den Becher, stimmt, aber schliesslich geht es hier um meine Gesundheit. Und den Dienst an der Wissenschaft. Die erste und einzige original und direkt dokumentierte Glühweinantidepressionskur der Welt.
Stay tuned!

Dienstag, 3. November 2009

Push ups

Guten Tag,
ich hätte gern einen Jahresvorrat Dopamin und Noradrenalin zum EinMitnehmen bitte.
Immer nur Jammern ist auf Dauer dann auch keine Lösung.

Samstag, 31. Oktober 2009

...

Wenn ich mich so im Spiegel betrachte, bekommen die Braunbier-mit-Spucke-Worte meiner Mutter endlich eine Bedeitung.
Was sag ich: sie wurden personifiziert.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Glaube

- Mama, gehst Du morgen wieder arbeiten?
- Ja.
- Na, so wie Du aussiehst glaub ich das aber nicht.

Montag, 26. Oktober 2009

Fever



Larousse heute live aus dem Krankenbett.
Dumm nur, dass es ausser Kopf, Hals und Nase nicht wirklich viel zu berichten gibt.
Für aufmunternde Worte Ihrerseits bin ich allerdings mehr als empfänglich.
In diesem Sinne: ein mittelfröhliches RÖCHELHUST an Sie da draussen!
Muntern Sie, was das Zeug hält!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Tetanasie

Ach, Sie wollen also auch gerne mal einen Arm haben, der sich anfühlt, als seine eine Traktorkolonne darüber gefahren?
Dann kann ich Ihnen meine Arztpraktikantin empfehlen.
Und eine Tetanus-Nachimpfung.
"Kann morgen ein bisschen weh tun, so wie Muskelkater"
Aha.
So viel Muskel hab ich im ganzen Körper nicht.

Freitag, 18. September 2009

O'zapft is!



Heute früh dann also Blutabnahme.
"Damit wir sicher sind, dass nichts anderes vorliegt!" wie Frau Dr. Wackeldackelkopf mich beruhigen will.
Was soll da schon anderes vorliegen?
Larousse arbeitet seit einem Jahr wie blöd, hatte in der Zeit genau 2 x 1 Woche frei und verbringt letztere mit dem sinnlosen Rumrennen in lateinischen Altbauten.

Herr L wirft mir ein fröhliches "Siehst aber auch echt schlecht aus!" hinterher, als ich um viertel vor 7 das Haus verlasse. Wieso muss Blutabnahme nur immer so verdammt früh sein?

Die freundliche Empfangsschwester reicht mir den Plastikbecher. Scheisse, wieder vergessen, jedesmal das Gleiche - wieso kann ich mir nicht merken, dass das Wort Blutabnahme gleich für mehrere Körperflüssigkeiten gilt? Da ist nix zu holen, war doch grade erst brav zu Hause!
"Wenn Sie mir da bitte ein Pröbchen geben könnten, Frau Larousse..?"
Die Blutsschwester lächelt mich an, als wisse sie die Lottozahlen von morgen.
"Öhm, ich kann jetzt nicht, ich hab grad erst..."
"Nicht schlimm, Sie können's ja später noch vorbeibringen!"
Vorbeibringen.
Janeeisklar.
Ich liebe es, mit hauseigenen Urinproben durch die Gegend zu stiefeln. Wenn jemals eine Urinprobe in jemandes Tasche auslaufen könnte, dann in meiner.
Wie diese Weissbekittelten es schaffen, 24 Stunden am Tag Freundlichkeit zu versprühen, macht mich immer ganz wuschig. Müssten die nicht wie jeder andere Normalsterbliche auch morgens um sieben mit Knitterfalten und Runzelstirn ihre Umwelt angranzen und "auch echt schlecht" aussehen? Bewundernswert, wirklich.
Ich sollte den Beruf wechseln und in de Stand der Ewiglächelnden eintreten. Das passt viel besser zu mir als die Verwaltung jammernder Welpen.

Ich mache es mir auf dem Blutsstuhl so bequem wie möglich und bereite den abnehmenden Arzt auf eine möglche Ohmacht vor, woraufhin dieser mich sofort in die stabile Rückenlage verfrachtet und mir 10 Minuten lang die Vorzüge von Patientinnen wie mir erklärt, die mit Ankündigung "schwach fallen", denn, und überhaupt, man dürfe sich vorher da auch nicht so stressen, schliesslich sei das nur ein kleiner Piekser, da müsse ich doch gar keine Angst haben blablabla.
Das ist mir nach geschätzten hunderttausend Blutabnahmen auch klar, und trotzdem sagt mein Kreislauf immer tschüssdanke wenn er nicht vorher flachgelegt wird.
Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich mir über Nacht einen 1-A-steifen Nacken zugelegt habe? Nur für den Fall, dass die im Blut nichts finden.

Schliesslich muss frau vorsorgen.
Sonst hält mich womöglich noch wer für hypochondrisch bekloppt!

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