aber wahr: ich habe sie überlebt, die Woche!
Fragen Sie nicht wie - freuen Sie sich DASS!
Also, wenn Ihnen danach ist.
Ansonsten nehmen Sie es einfach hin - man wird ja genügsam, mit dem Alter...
Larousse hat Magen.
Und Beine.
Letzteres ist sie selbst Schuld.
Wer musste auch unbedingt dieses blöde Fitness-Abo buchen und es jetzt Cent für Cent abarbeiten? Eben.
Ok, das war ja eigentlich auch das Ziel. Aber mir würde es derzeit schon reichen, könnte ich es wie Buddha halten. Der Weg allein ist schon hart genug. Wenn Sie verstehen, was ich meine.
Ersteres, also Magen, wird in erster Linie verursacht durch das, was gemeinhin als Arbeit bezeichnet wird. Weil die alte Woche sich erst gestern Abend um 22 Uhr verabschiedet hat. Und die Neue sich morgen ab 8 als härter ankündigt, als ich sie packen kann, so gefühlt. Da wird von oben und unten gezerrt, alle wollen sie etwas, meist Dinge, von denen ich noch nicht genau was, WAS genau gewollt wird, auf die ich mich entweder aus zeitlichen oder aus informationstechnischen Gründen nicht vorbereiten kann, und das ist nicht gut, GAR nicht gut.
Darüber hilft auch das von der Direktion angeordnete sogenannte Teambuilding in Paris nicht hinweg. Mit Besuch im Moulin Rouge, am Mittwochabend. Irgendwie fühlt es sich verdammt so an, als hätte Larousse das dann auch mal verdient, nach den letzten Monaten im beruflichen Vollrausch. Vom privaten ganz zu schweigen. Aber helfen - nein, helfen tut's nicht wirklich. Höchstens trösten.
Erst mal muss der Montag überlebt werden - dann werden wir sehen, ob ich es noch schaffe, bis Paris. Ich halte Sie laufend. Wenn ich nicht vorher aussteige.
"Im Herbst sollten Sie Ihr Glück beim Spiel versuchen - Gewinne könnten winken!!"
Soso - Glücksspiel also.
Ich sollte ein Los kaufen.
Hm.
Ein Macht- und Arbeitslos will ich nicht, hatte ich schon, da ist die Gewinnchance zu gering. Ein Orientierungslos geht zu schnell verloren, und das Harmlos bringt meist nur langweilige Gewinne. Das Lieblos soll ziemlich einsam machen und das Uferlos klingt mir zu verschwommen.
Hm.
Am liebsten nähme ich ja ein Hemmungslos. Da ist die Überraschung meist am grössten. Dumm nur, dass es das meist nur im Doppelpack mit dem Kopflos gibt, manchmal bekommt man sogar noch ein Bewusstlos gratis obendrauf gepackt.
Dann wohl doch lieber ein Sinnlos.
Das weiss man wenigstens, was man hat.
In diesem Sinne - fröhliche Ziehung!
Aus aktuellem Anlass hier one of my absolut all time favorites:
Ohne ihn würde ich noch heute orientierungs- und ahnungslos durch den Kosmos irren und wüsste nicht mal, ob ich erst drin oder schon durch bin. Happy birthday!
- Du, Mama?
- Ja?
- Glaubst Du auch, dass die Welt 2012 untergeht?
- Nein, wieso?
- Weil die Majas das doch so festgelegt haben, der ihr Kalender geht bloss bis 2012.
- Ja, stimmt.
- Glaubst Du, die wussten, dass die Welt da zu Ende ist?
- Keine Ahnung. - Also, ich glaub das nicht. Ich glaub, die hatten da bloss keine Lust mehr, den Kalender weiterzuschreiben.
Manche Dinge sollte man eindosen können.
Praktisch wäre das.
Gerüche beispielsweise. Oder Situationen. Emotionelle Momentaufnahmen.
Um sie hervorholen können, wann immer es einen danach verlangt.
Stückchen abzwacken, Dose zu und rein damit, ins Schöne-Erlebnisse-Vorrats-Regal.
Grauer Nieselregentag? Kein Problem - ein Griff ins Regal, und schon taucht man ein in die wunderbare Welt der Erinnungen, in Düfte, Gefühle, Geschmäcker, in Geräusche wie das leise Rascheln von warmer Haut. Oder Lippen. Oder wasauchimmer.
Leere Dosen hätte ich zur Genüge.
Da ist man endlich so weit und ringt sich durch zu einer Entscheidung, nur um Stunden später festzustellen, dass es definitif der falsche Zeitpunkt ist, für diese Entscheidung.
Ja, weiss ich selbst, das es IMMER der falsche Zeitpunkt ist - aber dieser hier ist definitiv der Allerfalscheste von allen falschen Zeitpunkten.
Sonst würde es sich doch wenigstens ein BISSCHEN richtig anfühlen oder?
Und keine Alpträume und Panikattacken hervorrufen.
Also - weiter warten.
Auf den Richtigen.
Zeitpunkt.