Nein.
Er KANN es nicht beim Funkemariechen abgeguckt haben, mein Fittimeister da vorn.
Mit seinem 2-m-Kreuz und dem sexiest kleinen Knackarsch alive darunter hüpft er völlig ahnungslos wie ein rotberockter Karnevals-Zwerg auf Speed durch Raum und Zeit.
Himmel - dabei ist er Franzose und mit dem Kölner Karneval so vertraut wie Larousse mit den Geheimnissen der Metaphysik, und ausserdem würde er mit Sicherheit dieses albernen Gehüpfe augenblicklich einstellen, hätte er auch nur die leiseste Ahnung, wie lächerlich man auch als Adonis aussieht, wenn man die Beine in die Höhe und die Arme seithimmelrückwärts schmeisst.
Es schrumpft seinen F*ck-mich-hier-und-jetzt-Faktor augenblicklich gegen Null.
Schade eigentlich.
Manche Stimmen sind ja wie Samt auf der Haut.
Sie umschliessen einen und nehmen gefangen, hüllen ein und streicheln und verführen und man möchte eintauchen in diese Stimme und sie nicht versickern lassen müssen wie Stimmen versickern wenn die Sprache des Sprechenden versiegt, man möchte das Summen der Stimme weiter spüren und in sich tragen, dieses leise Summen, die Liebkosung, allein durch ihren Klang.
Hmmmmmmmm.
"Sag, wieviel Männer fändest Du viel?"
Wir sitzen auf der Terrasse und schaukeln unseren eiskalten Chardonnay. Sie ist mir einen voraus.
"Montag war's ein Jahr her dass er's mir gesagt hat. War für ein Scheisstag. Hatte ihn mir vorsorglich mit Terminen zugeknallt um nicht dran zu denken. Bin aber am Abend trotzdem eingeknickt. Rotzundwasser."
Wir schauen den Vorbeiflanierenden zu und trinken.
Es war tatsächlich heftig, das letzte Jahr, für sie. Keine Hintertür, nichts, dass sie hoffen lassen könnte, dass er doch noch einmal zurückkommt, von der anderen, der Jüngeren, alles so schrecklich klischeehaft, alle Brücken abgebrochen, ein gemeinsames Leben ausgeschüttet wie einen Eimer schmutziges Wasser, von jetzt auf gleich, und es gurgelt noch immer im Abfluss, wenn auch nur noch sehr leise hörbar.
Ich überlege.
Wieviel One-night-stands sind viel, in einem Jahr, in dem frau sich ablenken muss und ihr Ego wieder auf Normalnull bringen?
30?
20?
10?
"Es waren 15. Und 6 davon mehrmals. Das zählt dann doch nicht oder?"
15. 15 finde ich durchaus akzeptabel.
Ich hätte auf mehr getippt.
"Gestern abend war der letzte, aber es war doof weil wir zu mir mussten und mein Sohn im Zimmer über uns schlief!"
Ich biete ihr meinen Zweitschlüssel an, für kommende Situationen.
Sie akzeptiert dankend.
"Ich muss jetzt ins Kino, muss eine Kritik über diesen spanischen Film schreiben. Also eigentlich."
Sagt es und bestellt uns noch einen Chardonnay.
Darum mag ich sie so.
Sister in mind.
Wenn man direkt am Fenster sitzt und sich ganz arg nicht bewegt kommt zeitweise ein Gefühl von so etwas ähnlichem wie Erfrischung auf.
Man muss es sich nur stark genug einreden.
Warum ich nicht Freibad?
Oder besser noch Baggersee? Oder vielleicht sogar Wald?
Klar, gerne, nichts lieber als das - bloss muss ich erst die drei zZ im larouss'schen Haushalt herumgackernden Hühner davon überzeugen, dass man auch mit A*ways U*tra-Belegung der gemeinen Welt da draussen tapfer entgegentreten kann, ohne sich direkt in Rauch aufzulösen. Das scheint sich noch nicht in allen Winkeln des Königreiches herumgesprochen zu haben.
Kind n°1 passt das zuhausige Verweilen ganz gut in den Kram, auch wenn es nicht ganz versteht, was diese Minifrauen für ein Bohei machen um eine Sache, die er bis heute noch nicht ganz verstehen will verstanden hat. Es lebe das Jungendasein.
Das Gute an Wassereinlagen im Körper ist ja, dass man doch deutlich aufgequollener glatter aussieht, so um die Augen im Gesicht und so.
Wenn stören da schon die paar Kilo mehr auf der Waage.
ich kann mir nicht helfen.
Jedesmal, wenn ich den Namen dieser Tröten höre, denke ich: welche Ehre - sie sind mit Sicherheit nach IHM benannt worden.
Nach Uwu Sueela.
Das Tochterkaninchen kann übrigens sprechen.
Doch, ehrlich, es artikuliert ganze Sätze und hat eine beeindruckend grosse Allgemeinbildung. Interessantes Gespräch, was man mit so einem Kanin führen kann, ich hatte es unterschätzt, bisher.
Bis zur Aussenpolitik sind wir allerdings nicht gekommen.
Bin vorher aufgewacht.
"Welche Konsequenzen hat Krieg auf die Bevölkerung?
Die Bevölkerung wird in einem Krieg stark unterdrückt, es sterben viel zu viele unschuldige Zivilisten. Andererseits macht die Bevölkerung den Krieg mit, wenn sie ihn mitauslösen wie z.B. Bürgerkrieg. Doch der Rest (die unschuldigen Zivilisten) sollen in Ruhe gelassen werden, so das Vökerrecht*. Sonst wird die Bevölkerung auch noch kleiner, aber dass Menschen im Krieg sterben ist ja bekannt.
*Das Völkerrecht ist in Friedens- und Kriegsrecht unterteilt. Das Kriegsrecht besteht aus einer ganzen Reihe von Verträgen in denen genau wie sich die Beteiligten im Krieg zu verhalten haben. So kann die Bevölkerung aus dem Verkehr gezogen werden.
Unsere Meinung zu den Gefühlen der Bevölkerung:
Die Bevökerung muss am Boden zerstört sein und psychisch am Ende sein, wenn sie nicht gerade zu dem Konflikt stehen. Doch wenn die Bevölkerung dazu steht, wie z.B. im Bürgerkrieg, dann sind sie auf ihr Ziel gerichtet und vom Sieg überzeugt.
Fast alle Kriege deuten auf Brutalität."
So kann die Bevölkerung aus dem Verkehr gezogen werden. Na, das wird ja aber auch Zeit!
"Was versteht man unter einm Sklaven?
Ein Sklave ist jemand, der nicht freiwillig für seinen Beszitzer arbeitet. Das heisst nicht, dass wir Sklaven sind, wenn wir unfreiwillig unser Kinderzimmer aufräumen müssen. Wir sind immer noch frei, weil wir nicht wie ein Ding jemandem gehören. Und Arbeiter (wie z.B. Bauarbeiter) sind auch keine Sklaven (weil sie unfreiwillig arbeiten), weil sie bezahlt werden und etwas für ihre Arbeit bekommen.
Sklaven sind dafür da, der Faulheit der Menschn zu "helfen", indem die Reichen faul sein können, wenn sie sich einen Sklaven kaufen und nicht mehr blöde Kleinigkeiten wie z.B. im Haushalt erledigne müssen. Die Sklaven erledigen das für sie, weil sie dem Herren gehören und er mit dem Sklaven macht eas er will.
Die Sklaven suind meist gut trainiert, damit die guten Sklaven besser auf dem Markt ankommen. Trainiert in dem Sinne, dass er viele Talente im Haushalt besitzt und auch extreme Arbeiten durchführen kann."
Extremere Arbeiten als Haushalt?
Ich muss mal mit dem Kind reden...!
Es gibt ja SMSs, die können einem binnen Sekunden den ganzen Tag versauen.
ZACKBUMM Laune im Keller bei minus 65 °C schockgefrostet und auf unvorhersehbare Zeit ins Launenleichenschauhaus gesperrt.
Bei solchen könnte man das zweite S getrost streichen, erfüllt es doch nicht die Art von Dienstleistung, die ich unter "Service" verstehe.
Andere wiederum bewirken das genaue Gegenteil.
Sie machen die Welt wärmer schöner besser bunter süsser leichter und überhaupt gut.
Hm.
Raten Sie, welche von beiden ich gerade erhalten habe.
Wie heisst er noch gleich, dieser Spruch, mit Reden und Schweigen und Gold und so - ich KANN ihn mir einfach nicht merken!
Daher auch immer wieder diese dummen unnötigen Situationen, in denen Dinge gesagt werden oder nicht gesagt, Gold und Silber eben, wer soll sich da noch auskennen, glänzt beides und ist Geschmackssache!
Hm.
Trotzdem sollte ich wohl doch so langsam eine Lösung finden, die Worte, die sich so dringlich Weg nach draussen bahnen wollen, die schubsen und rufen und sich einen Dreck darum scheren ob sie nun silbern sind oder golden und ob ich sie überhaupt ausserhalb meines Kopfes haben will, daran zu hindern, vor Passierung des zerebralen Sicherheitschecks in die Welt hinauszurollen.
Das könnte so manche unnötige Aufregung vermeiden.
Vielleicht gibt's sowas ja auf ebay.
Tses.