Zeugs und so
Schön hingegen ist, wenn eine wirklich nette wenn auch schwierige Kundin, die an ihre ursprüngliche Kontaktperson zurücktransferiert werden soll, da diese die Kundin wesentlich länger und besser kennt als man selbst, also wenn diese Kundin darum bittet, weiter mit einem selbst arbeiten zu dürfen.
Ja.
Als Kind war mir das Wort "Diätenerhöhung" ja höchst suspekt.
Da will also einer abnehmen - und die Diät erhöhen?
Wie soll denn das gehen?
Mehr Diät und weniger Speck?
Wenn man also weniger isst als man eh schon weniger isst, muss man davon mehr weniger essen, um mehr abzunehmen - heisst das also GAR keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Dann ist es doch keine Diät mehr, sondern Nahrungsverweigerung. Wieso regten sich bloss immer alle so auf, nur weil irgendwelche Menschen, die sie nicht mal persönlich kannten, die Nahrung verweigerten?
Das alles erschien mir höchst sinnlos.
Heute weiss ich um deren wirkliche Bedeutung.
Der Sinn erschliesst sich mir allerdings noch immer nicht.
Das ist schon seltsam.
Da verbringt man Stunden, Tage, Monate vor dem Computer und ergötzt sich an dem, was einem selbst und anderen aus den Fingern fliesst, kann nicht genug davon bekommen, verfasst alles Erlebte automatisch in Textform, die es nur noch aufzuschreiben gilt.
Und plötzlich ist das vorbei, man kann nicht mehr schreiben, der Fluss ist weg, die Gedanken springen wie von Eisscholle zu Eisscholle und man kann sie nicht packen.
Wirklich seltsam.
einen abwesenden Gatten, zwei anwesende Kinder, eine Flötengeneralprobe am einen Ende der Stadt, ein Fußballmatch am andern Ende, einen Marathon mitten durch dieselbe, sehr sehr viele unangenehm aufmerksame Verkehrspolizisten, einen ausgeklügelten Schleichwegeplan, keinen Strafzettel, ein paar Pfund gehässiges Gelächter, eine grosse Prise vorpubertären Machtkampf, einen Esslöffel Flunsch, ein LÄCKÖRÖS (!!!) Büffet, ein paar Gläser Sekt, eine ziemlich kurze Nacht, eine Mmesserspitze Masainlo, ein Flötenkonzert, ein interfamiliales Mittagessen (immer noch ohne Gatten), eine Winter-in-Sommerklamotten-Umwandel-Aktion (wie ich es hasse...!), Kofferpacken für die erste Klassenfahrt ever, ein paar Hektoliter Adrenalin, diverse weltliche Alltäglichkeiten, stecke das Ganze in ein Durchschnittswochenende und versuche, Montagmorgen einigermassen erholt zu wirken.
Es wird mir nicht gelingen.
Heute morgen mal wieder als erstes mit Kaffee-Einatmen begrüßt worden.
Nein, nicht dieses Schlürfen, das wäre ja harmlos.
Dieses widerliche geräuschvoll-eintamend-mit-den-Lippen-sich-der-Tasse-nähern.
Und DANN schlürfen.
Kommt auf meiner Haßskala noch vor fersenbollern und quietschend-gepresst ausatmen.
Kennen Sie das? Wenn das Gegenüber sich anhört, als würde es Tonnen stemmen, während es bloss blöd am Tisch sitzt und seinen Hintern nicht bewegt? Genau das meine ich.
Und dann soll man neutral Konveration treiben, am Frühstückstisch.
Pah!
Gerenne.
Morgen.
Ab 18 Uhr.
Wettervorhersage: 20°C und Sonne, fast kein Wind, shysse zum Laufen.
Aber ich laufe ja auch nicht.
Ich lasse laufen.
Manchmal ist es einfach zu praktisch, Freunde zu haben, die immer und überall an Sehr-Wichtige-Personen-Karten kommen. Und man muss noch nicht mal was dafür tun. Also, laufen jetzt.
(o;
Zum ersten mal im Leben.
Ein obligater day off.
Vor Aufregung weiss ich gar nicht, was ich damit machen soll, mit meinem freien Tag, ohne Mann und Brut, weil ich mich doch so schlecht entscheiden kann zwischen all den feinen Dingen, auf die ich jetzt Lust hätte!
An erster Luststelle käme ja das Ausschlafen.
Den Punkt habe ich aber bereits verpasst, irgendwie.
Stattdessen war ich joggen. Löblich, aber eher Pflichtprogramm.
Warum tut man sowas?
Lust-Punkt zwei wäre Einzelhandelstherapie. Shop-Hopping.
Ein Blick auf mein Konto lässt auch Punkt zwei ausscheiden.
Ich könnte endlich mal die Garage aufräumen!
Was für eine bescheuerte Idee.
OK, dann erst mal ein lecker Toast mit Himbeermarmelade.
Was gibt es Besseres am Morgen als den Duft von frischem Weizentoast und das Geräusch, das entsteht, wenn Butter auf der knusprige Oberfläche verstrichen wird?
Naja, guten Sex vielleicht.
Oh, ich habe Punkt drei gefunden!
*note to self: an freien Tagen bist Du noch unstrukturierter als Du es eh schon bist. Brückentage in Zukunft unbedingt vermeiden."
Da soll nochmal einer sagen, Drogen seien gefährlich.
Alles nur
Panikmache, wenn Sie mich fragen.
larousse - 30. April, 15:48
In der Stadt heute Nachmittag.
Bäuche, wohin das Auge blickt.
Was war eigentlich los vor 9 Monaten?
Stromausfall?
Ich hoffe nur, es ist kein Virus.
Obwohl, egal - ich bin geimpft...
larousse - 26. April, 20:06
wenn man einen Kunden namens Guano immer mit Herr Guantanamo anzureden versucht ist. Nicht zu verwechseln mit Guantanamera.
Das ist dann wohl seine Frau.
Ich muss schon sagen, ein ziemlich krasser Gegensatz.
larousse - 23. April, 18:36