Nach Großfamilientreffen ist es immer eine Wohltat, wieder zu Hause aufzuschlagen. Zumal, wenn man wie Larousse immer in den tiefsten Tiefen des Rotweines versinkt, ich sollte vielleicht für's nächste Mal in Erwägung ziehen, einen Rettunsgring mitzuführen sonst wir es noch ein schlimmen Ende mit mir nehmen, eines Tages, aber was soll's, Vernunft und Maß sind nun mal nicht meine Stärken, und da ich fast 40 Jahre ohne diese Tugenden ausgekommen bin, werde ich jetzt nicht damit anfangen. Selbst wenn der nächste Tag immer sehr lang und anstrengend und ermüdend ist, schließlich will die Brut nach Hause gekarrt und zu allem Übel auch noch bekocht werden, hoch lebe die Oma an dieser Stelle, die sich um das leibliche Wohl ihrer Nachfahren mehr als um alles andere sorgt und einem Care Pakete in Ausmaßen mitgibt, daß man damit halb Luxemburg durch den Winter bringen könnte. Wenigstens hab ich somit eine Fährte, woher meine Maßlosigkeit stammen könnte. Vom Larouss'schen Erzeuger himself kann sie nämlich nicht kommen - der hat seine noch.
Highlight der Woche: Der Fußballtrainer hat mich "schöne Frau" betitelt.
Naja.
Aber im Alter wird man ja genügsam.
Hab ich mir sagen lassen.
Ich warte noch drauf.
Niedergeschlagen.
Deprimiert.
Traurig.
Schwermütig.
Unkonzentriert.
Selbstmitleidig.
Unkommunikativ.
Müde.
Passiv.
Alles aktuelle larouss'sche Aggregatszustände. Und an allem Schuld ist meine Milz. Mein Milz-Feuer schwächelt nämlich. Mein Qi rebelliert. Sagt jedenfalls mein Shiatsu-Guru. Welcher eigentlich eine Frau ist - wie heißt es dann korrekt? Gura? "Die Milz ist das Organ für unbewußtes Verarbeiten von Problemen."
Na prima, wo ich schon einen Großteil meines Tages mit bewußter Problembewältigung verbringe, muß ich das in den paar verbleibenden Stunden jetzt auch noch unbewußt machen, ich blöde Kuh, lasset uns leiden und unbewußt Probleme bewältigen!! Wo es doch viel angenehmere Dinge zu tun gäbe. Essen zum Beispiel. Aber auch nach dem Verzehr von Unmengen ein paar bergischen Waffeln zur Entfrustung geht es nicht besser. Denke langsam ernsthaft an eine Not-OP. Milz raus, und das Elend hat ein Ende.
Das hier hab ich grad bei Blui gefunden und ich muß sagen, es kam mir sehr gelegen, herrscht doch in den verschiedenen Bereichen des larouss'schen Großhirns seit kurzer Zeit eine gewisse Uneinigkeit in dieser Frage. Glücklicherweise ist das jetzt auch mal geklärt, und es besteht kein Zweifel mehr - aber ich hatte es ja schon immer vermutet:
Als wäre es nicht genug, die Wohnung mit Mann und Mäusen teilen zu müssen, wohnen seit heute auch noch 2 Prominente in unserem bescheidenen Zuhause, als da wären an erster Stelle Tokiohotel dicht gefolgt von Johnny Depp. Beide Pflastern seit einer Stunde die kindliche Zimmertür. Ich hatte ja insgeheim gehofft, der larouss'sche Haushalt bliebe davor verschont, dem ist aber nicht so. Naja, mit dem Depp läßt es sich noch leben. den Rest werde ich wohl einfach irgendwann aus versehen abreißen ignorieren.