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Mittwoch, 20. Dezember 2006

Fritten - ein heißes Eisen!

Läse der Gatte in meiner Lieblingcaféstube mit, er verstünde die Welt nicht mehr: ein Posting über Fritten ohne die Erwähnung auch nur eines einzigen Schlumpfes Belgiers??? Dabei erheben gerade diese doch den Anspruch auf die Erfindung der Fritte als solche!!

Lausche ich den Abhandlungen meines werten Beaupères ist die Herstellung einer Fritte ein Akt der Meditation und der Selbstfindung. Wehe dem, der meint, irgendeine beliebige Kartoffel sei in der Lage zur Fritte zu avancieren - weit gefehlt! Nur die crème de la crème der europäischen Kartoffeln darf in seiner Friteuse landen! Daher kommt es für einen guten Belgier nicht in die Tüte Frage, Fritten fertig geschnitzt zu erwerben, nein, Schweiß muß fließen, der Genuß der Fritte muß hart erarbeitet werden, es wird in Eigenregie gepflanzt und gegossen und geerntet was die Fritte das Zeug hält!

Ein Thema für sich ist auch der Schnitt der Fritte - fingerdick wie bei Grande-Mère oder stäbchendünn wie bei McDo? Streng geheime, von Familie zu Familie variierende und vererbte Regeln sind bei der ersten Frittierung zu beherzigen - es darf weder zu lang noch zu kurz gebrutzelt werden - und erst beim zweiten Eintauchen ins heiße Fett bekommen die Fritten ihre definitive Konsistenz, aussen kross, innen zart weich, worüber sich Beau-Père vortragsmäßig auslassen kann.

In Belgien werden die Fritten nicht nur von Hand mit Herz gemacht, nein, sie werden auch stundenlang thematisiert. Es kakeln die Nachbarn über die Kartoffelernte des letzten Jahres, wie gut oder schlecht die daraus konsultierenden Fritten sich einfrieren lassen und wie kross der Biss ist. So ein Gespräch füllt mit Facilität ganze Wochenenden! Meine Frage nach Salz auf den Fritten erweckt größtes Entsetzen - Fritten werden nicht gesalzen, das ist Sünde und wird mit 2 Stunden Extraschneiden bestraft!

Für mich muß die Fritte vor allem eines sein: dünn, gesalzen, mit Andalouse und ohne Pieker - mit den Fingern schmeckt's am besten! Mahlzeit!

Montag, 18. Dezember 2006

Nationalitäten-Eintopf

Für die larouss'sche Sippschaft ist es ja schon stark grenzwertig, daß jemand aus ihrer Mitte sich unüberwindbare 250 km weit weg vom Schoße der Familie anzusiedeln wagt, sitzt die absolute Überzahl der Laroussen doch in Klumpen aufeinander und verbringt das Leben in trauter ZwieEintracht. Von der Anderssprachigkeit ihres Schwiegersohnes stärkstens eingeschüchtert, fragt Mama Larousse noch heute ihre Tochter, was denn der werte Gatte zu trinken/essen/whatever wünscht. Nach 13 Jahren.

Wenn sie wüßte, was ich ihr erspart habe durch mein langweilig ins europäische Nebenhausland ziehen und sich nur ein Land weiter bei den Männern zu bedienen.

Es geht nämlich auch so:
Letzter Freitag, Weihnachtsfeier (ja, auch mit mir hat niemand ein Einsehen, falls Euch das Trost spendet...):
Mir gegenüber mein belgischer Gatte. Spricht französisch. Wissen wir bereits.
Links von mir der palästinensische Freund meiner ostfranzösischen Kollegin. Wohnen in Trier. Sprechen deutsch miteinander.
Der Rest des Tisches im luxemburgischen Argentinien-Restaurant ist wallonisch. Belgisch gibt's ja neuerdings nicht mehr.

Gestern.
End-of-season-choir-socializing-party.
Beim Italiener.
Zu meiner Linken die fantastische Frei-nach-Schnauze-Lu aus Südafrika, welche zwar nur englisch parliert, das aber in rauen Mengen und schön gewürzt mit den schmutzigsten Schimpfworten - härrlisch! Ihr Mann ein sympathischer Flame mit hervorragenden französischer-Wein-Kentnissen. Mein Gegenüber: der ausgesprochen GUTaussehende Brasilianer Filipo, italienischer Paß, spricht mit mir französisch, mit seiner Nachbarin englisch und mit sich Portugesch. Ist ungünstigerweise glücklich mit einer in Monacco lebenden Urugayanerin liiert und zu allem Überfluß vor genau 32 Tagen Papa geworden, was den Flirtfaktor leider noch mehr mindert, da ich ihn durch den Wust von Babyfotos nur noch schwer ausmachen kann. Baby ist aufgrund des luxemburgischen Passes der Mutter Lëtzebuerger.

Manchmal bin ich froh, nur Deutsche zu sein. Irgendwann weiß man womöglich nicht mehr, in welcher Sprache man mit sich selbst sprechen soll und in welchem Land man nun eigentlich zu Hause ist...

Hartes Schicksal

Armer Udo.
So eine schwere Last auf den Schultern.
Ich hätte da ja die ein oder andere Lösung für den Mann...

Sonntag, 17. Dezember 2006

Hase fressen Tanne auf

Es ist da. Das Tier. Die Tanne wittert es und erzittert.
Festlich geschmückt bibbert sie um ihr Leben.
Ein paar verloren wirkende Geschenke heucheln Desinteresse und wollen in die blutige Angelegenheit nicht verwickelt sein.
Das knurrende Untier, immer in der Nähe, beobachtet mit glühenden Augen sein Opfer, wartet auf einen unbeobachteten Moment, um wieder zuzuschlagen und einen weiteren Arm Ast zu verschlingen. Mörderische Schneidezähen bohren sich tief ins Fleisch Holz. Wir wenden uns entsetzt ab. Eine Kugel schlägt herrenlos auf dem Boden auf, rollt, soweit sie kann, aus der Gefahrenzone.
Es soll aufpassen, das Tier.
Larousse hat schon Backpflaumen gekauft.

Samstag, 16. Dezember 2006

Franze Sprache, schwere Sprache

Bis man es denn tatsächlich eines Tages zum fließend Ausländisch parlieren geschafft hat, bezahlt man einen Haufen Lehrgeld und gewöhnt sich irgendwann an das brüllende Gelächter der Wissenden.
Zu denen ich lange Jahre nicht gehörte.
Woher sollte ich schließlich als frisch Zug'reiste mit rudimentärem Schulfranzösisch wissen, daß das Wort penetrieren in dieser Sprache so gut wie ausschließlich für den GV benutzt wird, und somit das Reden über einen collègue très pénétrant die Horden zum Schreien bringt?
Wie soll man als blutige Anfängerin riechen, daß Steak à point rosé ist, ein Steak à poile hingegen schlicht und ergreifend nackt?
Wie kann die nichtsahnende, blutjunge Larousse ahnen, daß Goldfische NICHT poissons d'or sondern poissons rouges heißen, und daß man zu einem Kunden weder "oh la vache" nocht "fait chier" noch "putain" sagt..?
Eben!
Der beste Nichtwisser aber kam von einer Bekannten in Eupen - bei einem Kurztripp nach Lüttich versetzte sie die Mannschaft eines Strassencafés in schweigende Ratlosigkeit, als sie für ihre cigarettes anstelle eines "cendriers" vehement einen "ascenceur" " verlangte.
Sie hat sich das Rauchen inzwischen abgewöhnt.

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Depression

Das Gute an depressiven Verstimmungen ist ja, dass man in deprimiertem Zustand bisweilen stundenlang über das Sein als solches und das eigene im Besonderen sinniert und manchmal sogar etwas dabei herauskommt. Manchmal sogar etwas Positives. Hab ich gehört.
Nicht, dass ich nichts anderes zu tun hätte, als melancholisch vor mich hinsinnierend ins Nichts zu starren und mir selbst leid zu tun. Aber es hat schon eine ganz ungewohnt faszinierende Dramatik, dieses Depressive.
Larousse spielt also Menschen, Tiere, Sensationen Bilder, Emotionen ganz allein, nur mit sich selbst. Und siehe da: unterm Strich war 2006 ein sackiges Jahr, ein Jahresgriff ins Klo, 365 unterbelichtete Tage, einzig Murphy's Gesetz funktionierte ohne Unterlass und gab keine Ruh.
Naja.
Wenigstens EINE Konstante.
Wie beruhigend.

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