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vervibelicht

Dienstag, 3. November 2009

Aussenbetrachtung

Warum meinen Frauen nur immer, Ihren Wert über ihr Ansehen in den Augen ihres Erzeugers definieren zu müssen?
Das ist anstrengend, auf lange Sicht.
Als hätte man keine anderen Sorgen.
Pah.

Freitag, 23. Oktober 2009

Kollekte

Menschen sammeln ja so alles Mögliche.
Eulen zum Beispiel. Glaseulen, Metalleulen, Stoffeulen, Eulen auf Geschirr, als Schmuck, als Aufkleber, als Tatoo, im Garten, im Wohnzimmer, wo auch immer.
Oder Frösche.
Oder auch Tupperware, Zinnbesteck, Stadtwappenlöffel, Lover, Swarowskitierchen, Bierdeckel, Leichen im Keller oder Weinkorken.

Ich persönlich sammle gerade blaue Flecken, in allen Grössen und Schattierungen, an Knien, Schienbeinen, Hüfte und Hand.
Wobei ich diese Sammlung dann eher nicht austellen möchte.

Ach ja - und Erfahrungen.

Sterntaler oder Sex im Alter

Im Grunde bin ich ja die Falsche für diesen Titel, jedenfalls für den zweiten Teil.
Über Sex im Alter kann ich nicht wirklich viel berichten.
Sterne sind da schon eher mein Fall.
Einer meiner ersten One-night-stands beispielsweise war sehr sternenliiert.
Wenn auch nur strassennamenmässig.
Aber wer wird so kleinlich sein.
Ich lernte H. eher indirekt kennen, über Damalsbestefreundin J.
Damalsbestefreundin J. hatte creolische Musik für sich entdeckt, creolische Tanzbars und die in ihnen lebenden creolischen Tänzer eingeschlossen. Sie war begeistert, sowohl von der Musik als auch von den Tänzern, welche meist genauso dunkel waren wie die Clubs.
Und was macht eine beste Freundin, wenn sie amüsantes entdeckt?
Richtig, sie schleift ihre beste Freundin mit durch das Dunkel der Bars und Diskotheken und tanzt und trinkt ihr Herz aus.

Irgendwann schlossen sich an den Tanz andere Formen körperlicher Ertüchtigung an, jedenfalls bei Freundin J, welche mir anderntags brühendwarm siedendheiss von den Vorzügen creolischer Männer erzählte, wobei sie tief ins Detail ging, was ich dem werten Leser hier aus Frustrationgründen Etikette ersparen möchte. (Leserinnen können sich gerne per mail bei mir erkundigen)

Naja, und wie das Leben so spielt, stiess traf Larousse genau eine Woche später auf genau den gleichen Mann.
Mit genau dem gleichen Endergebnis.
Und der Einsicht, dass
1. nicht alle Schwarzen Creolen sein müssen
2. Gerüchte über Dunkelhäutige durchaus begründet sind,
3. auch die Details von Freundin J. durchaus NICHT übertrieben waren und
4. dass auch Männer das Keinohrhasensyndrom aufweisen können.
Denn was für Larousse eine durchaus reizende, aber einmalige Erfahrung bleiben sollte, wollte der liebe H gerne weiterführen.

Ganz ehrlich - es war einfach rein physisch für mich nicht einmal daran zu denken, das weiterzuführen, dafür wurden schliesslich one-night-stands erfunden, um zu testen und unter "interessante Erfahrungen" abzuspeichern

Bei Wiederholung hätte ich mit Sicherheit innere Verletzungen riskiert.

Warum ich Ihnen das erzähle, noch dazu an einem Freitagmorgen?
Keine Ahnung - muss wohl an den Sternen liegen...

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Distanziertes

Wer extreme Nähe zulässt, sollte auch extreme Ferne zulassen können.

Letzteres fällt mir eindeutig schwerer.

Sonntag, 12. Juli 2009

Wuschig in da house

Es ist schwül.
Es ist dunkel.
Es ist... fies.
Wie soll man da nicht nervös durch die Räume tigern, immer den Blick nach draussen, ob sich nicht doch ein Sonnenstrahl auf den laross'schen Balkon verirrt.
Aber nüscht, kein Strahl, noch weniger Sonne, bloss ein paar verwirrte Bienen schwirren herum und suchen nach Farben, gelb, rot, lila, die auf meinem Balkon durch Abwesenheit glänzen.
Wobei mir Bienen noch lieber sind als Wespen.
Haben Sie schon bemerkt, dass Wespen immer besoffen fliegen? Unter 3.0 Promille scheinen die ihren Stock gar nicht erst zu verlassen.
Bssss.
Bienen hingegen, mit ihrem kleinen schicken Pelzch, fliegen zielgerichtet.
Biene, Blume, klare Sache.
Wespen bevorzugen ja Schinken statt Blumen.
Gekochten Schinken. Sie können gerne den Test machen. Muss am Alkohol liegen.
Nee echt, ganz klar ein Tag zum Wuschigsein.

Freitag, 21. November 2008

No Go

Ich wusste es.
Es musste ja so kommen, eines Tages.
Ich hätte die Zeichen besser deuten sollen.
Diese Vergesslichkeit. Die Verwirrtheit. Die Fahrigkeit. Dass es mich aber so arg treffen würde, hätte ich nicht gedacht.
Als ich an mir hinunter sah, gestern morgen.
Braun.
Ich habe tatsächlich BRAUNE Schuhe zum schwarzen Outfit angezogen.
Das ist der Anfang vom Ende...

Mittwoch, 19. November 2008

Hypophysis

Bin ich eigentlich die einzige, die mich sich manchmal so richtig Scheisse findet?
Wenn man merkt, dass aus Sätzen erst Pharsen und schliesslich eine gedankenlose Masche wird, die Persönlichkeit sich zurückzuziehen scheint und man nicht weiss, liegt es an den Umständen oder an einem selbst, oder ist alles doch nur Einbildung?

Scheiss-Hormone!

Mittwoch, 20. August 2008

Der Frisör - Dein Freund und...



...Verräter!
Doch, ehrlich!
Ich meine, wie anders würden Sie es empfinden, wenn der Coiffeur Ihres Vertrauens Sie vor die Wahl stellt - entweder LFA - oder ich?! Als würden gerade alle wichtigen Dinge auf Freitagnachmittag, 14 Uhr 45 gelegt!

Einerseits - habe ich seit Januar (JANUAR!!) auf dieses Ereignis gewartet. Nein, nicht den Friseur. Auf einen dieser wundervoll feuchtfröhlichen allgemeinwissenslastigen Nachmittage, aus denen man mit der Bestätigung herausgeht, nicht ALLES wissen zu müssen können. Und möchte ihn um nichts in der Welt versäumen. (Für die, die ihn noch nicht kennen - kommen Sie! Erleben Sie!))

Andererseits - wer möchte schon wie ein gerupfter, geschlechtsneutraler Hamster durch San Francsico wandern?? OK, unter den Amerikanern dürfte das nicht weiter auffallen. Da fallen wohl eher meine deutlich unter 110-Kg ins Gewicht. Und OK, ich hätte wohl auch besser nicht selbst Hand angelegt. An das Haupthaar.
Aber so ist der Widder nun mal. Direkt. Schnell. Entscheidungsfreudig.
Und trotzdem - my hair is my castle, darüber definiert frau sich, und ich habe keine Lust, jeden einzelnen Hotelaufenthalt (und derer gibt eine ganze Menge) mit dem Abhängen sämtlicher Spiegel im Zimmer einzuläuten.
Ganz davon abgesehen, dass meine Familie somit ein handtuchloses amerikanisches Dasein fristen müsste.

Sie sehen, es ist ein tiefer Gewissenskonflikt.
Lassen Sie mich eine Nacht drüber schlafen.
Vielleicht liegt meine Haar ja morgen auf wundersame Weise 3 cm kürzer - wie von selbst...

Montag, 18. August 2008

To do.

To-do-Liste für Montag, den 18 August 2008:

- Brut aus den Fängen der bösen Stiefmutter bei Masainlo abholen> OK

- Nahrungsmittel beschaffen: Beeren sammeln, Kräuter ernten, Schlangengift destilieren, das Übliche eben > OK

- Hexenhäuschen fegen und durchwischen > OK

- Krötensüpplein für die Brut kochen > OK

- Bevorstehenden unangenehmen Anruf telepathischen Kontakt mit larouss'schem Bruder in Angriff nehmen
> hinausgeschoben

- Bei der VW-Werkstatt Besenkammer anfragen, wann der Kleene wieder fahrtüchtig ist. MERKE: Leihe NIE, NIEMALS einem Automatikgetriebe gewohnten Gatten Dein Vehikül.
NIE!
OK
Resultat: Ist immer noch krank. Im Getriebe. Ich sollte meine Voodoopuppe mal wieder herauskramen.
Nicht für das Auto.
Für den Gatten.

Bleibt zu to-do-en:

- Posting über das WE anlegen, natürlich stilecht in Runenschrift und Stein geritzt.

- Irren-Bilder auf Flickr setzen. Bevor das Jahr rum ist.

- Rauchzeichen hinüberschicken, was denn da schon wieder los ist - erst rumpelt's, und jetzt DAS? He, cool Jungs, es ist doch nur die kleine LAROUSSE, die kommt!! > Warten bis Sonnenuntergang. Wegen der Zeitverschiebung.

Dass Punkt 7 und 8 so weit hinten liegen, liegt an der völlig falschen Verteilung von Prioritäten. Bei der Brut. Oder besser deren Magen. Und dem desolaten gewöhnungsbedürftigem Zustand der Wohnung. Und wer will schon das Sozialamt auf den Hals geschickt bekommen.
Eben.
Ich danke für dat Jespräch Ihr Verständnis.

Dienstag, 15. Juli 2008

Zitat

"Wenn man heiratet und eine Familie gründet, ist das wie Auswandern. Früher lebte ich im selben Land wie mein Bruder; ich teilte seine Wertvorstellungen, seine Vorlieben und Geisteshaltungen, und dann wanderte ich aus. Und obwohl ich gar nicht merkte, wie es passierte, begann ich allmählich, mit einem anderen Akzent zu sprechen und anders zu denken, und obwohl ich mich gerne an mein Heimatland erinnere, sind doch alle Spuren davon in mir getilgt. Jetzt aber will ich heim. Ich sehe ein, dass ich einen grossen Fehler begangen habe und die neue Welt doch nicht so toll ist, dass die Menschen zu Hause viel vernünftiger und klüger sind als in meiner Wahlheimat. Ich möchte, dass er mich mitnimmt. Wir könnten gemeinsam wieder zu Mum und Dad ziehen. (...) Es würde toll werden.Wahrscheinlich würden wir uns darüber streiten, welches Fernsehprogramm wir gucken, aber abgesehen davon... Und wir würden nicht denselben Fehler wie beim ersten Mal machen. Wir würden nicht auf die Idee kommen, älter zu werden und ein eigenes Leben führen zu wollen. Das haben wir schon ausprobiert und es hat nicht geklappt."

Nick Hornby - How to be good

Wenn man dazu noch tatsächlich auswandert, vereinfacht das die Sachlage nicht ungedingt.

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