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Samstag, 2. September 2006

Zweifelhaftes Theater

Zur Brutpflege wurde heute ein Abstecher in einen nahegelegenen Vergnügungspark absolviert. Nach Superrutschen und diversen stinklangweiligen informativen Tiergehegebesichtigungen war Fütterung der larouss'schen Raubtiere angesagt. Der Imbiß lag ungünstigerweise direkt neben dem betriebseigenen Kasperltheater, in dem zum gleichen Zeitpunkt Kinderverdummungbelustigung betrieben wurde.
Was an sich so schlimm nicht ist.
Aufhören ließen mich allerdings folgende Textfetzen:

"Oh, aber was hat denn der Kapser da für ein dickes Ding in der Hose?"
...
"Das ist aber ein schönes Knüppel, so einen möchte ich auch!"
...
"Ja, ein Schäferstündchen(!!!) käme mir jetzt gerade recht!"
...


Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?
Die zuschaunden Kinder waren begeistert.
Und die anwesenden Eltern leicht irritiert.

Freitag, 1. September 2006

Ein Kurzreisebericht

Der Plan war wie folgt:
Mittwochmittag, gegen 13 Uhr: Abfahrt zur Kindesabholung vorbereiten: kalten Sekt einpacken, Blumen kaufen (als Dankeschön), in Ruhe nach BXL fahren um dort Freundin S., die Kind n° 1 für 1 Woche zusätzlich zu ihren 3 adoptiert hat, abzulösen und dies mit kaltem Sekt zu begießen.

Störfaktor: Kunde.
Will Job unbedingt Mittwoch fertigstellen. Verhandlungen fehlgeschlagen. Kunde benötigt für Übersetzung von 3 Worten ins Englische geschätzte 55 Stunden Minuten. Rattengiftresistent. Anderes Gift nicht vorhanden.
20h35: Kunde verläßt Büro.

Plan B:
Nach Hinausdrängen Veraschieden des Kunden und verbleibenden Feinarbeiten bis 21h30: nach Hause, hektisches Stopfen von Zahnbürste und anderen, völlig sinnlosen Dingen in Reisetasche bis zum Überquill, mit 180 km/h auf belgischer Flutlicht-AB, halbherziges Geschiele nach Blitzern, lautes Mitsingen bei beruhigenden 160 dB, Ankunft 22h45 Ortstzeit, Sekt warm, Kind noch wach, Mutter in Freudentränen, Kind genervt weil müde. Freundin beruhigt, da Ankunft noch geglückt.
Begießen mit Sekt. Diner mit Käse und gutem Rotwein.

Donnerstag:
10h: netterweise Weiterbildung in Kundenverführungaquise durch Freundin S.1, leichte Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund des warmem Sektes Schlafmangels vom Vorabend, 16h Inempfangnahme von völlig verdrecktem Kicker Kind n°1, durch Kärcher-Einsatz auf Vorhof und Freilufttrocknung Abtransport ermöglicht, Kind n°1 + Accessoires in Auto gepröfft, auf belgische Flutlicht-AB Richtung Kind n°2, 135 km/h ("Mama, Du fährst wieder zu schnell" - Scheiße, wieso können Kinder auf AB nicht Schlafpflicht erteilt bekommen?) , kein Mitsingen bei 60 dB möglich (Kind fing bei 110dB an zu schreien und machte Musikgenuß so unmöglich), Mißmut in Larouss'schen Kleinhirn.

19h30: Ankunft bei Freundin S.2, welche für Aufbewahrung von Kind n°2 + täglichem Transport zum Ponyhof verantwortlich war, wieder Sekt, diesmal kalt, nach Kinderentsorgung ins Bett Weltverbesserungstheorien am Küchentisch bis ca. 1Uhr, Feststellung, daß Welt unverbesserlich ist, Übergang zu Gesprächen über Sex bis ca. 3Uhr, dann frustriert ins Bett, da Sex nicht möglich.

Freitag, 8h: Wachwerden unter 2 kuscheligen Kinderkörpern, 10h unkoordiniertes Vollstopfen des Autos mit Dingen, die laut Kind n°2 zu uns gehören (kann mich an kein Monsterpony-Stofftier erinnern), fast Kind n° 1 vergessen, da noch mit Nintendo im Haus, Verzicht auf AB, Kurs gen Luxemburg auf Landstrasse, Ankunft 11h30
Mittagessen
SIESTA
UFF!
Es lebe das W-E!

Dienstag, 29. August 2006

12/24

..von 8h bis 8h, von morgens bis abends, einmal durch und noch nicht fertig - ich bin zu alt für solche Geschichten, Scheißjob, rufe mir doch mal bitte jemand ein Taxi, das mich zum nächstbesten Flughafen bringt!
In meinem nächsten Leben werde ich irgenwas Anständiges. Vielleicht Postschalterbeamter. Oder Schmetterling.
Jedenfalls nicht mehr das hier.
Schmetterling ist eigentlich bei genauerer Betrachtung gar nicht so dumm. Sehr gut sogar eigentlich! Man kann sich als Raupe durch sein Leben fressen, maßlos, gierig, unaufhaltsam - und enpuppt sich dann doch irgendwann mit Sicherheit als wunderschöner Schmetterling!
Wo bitte muß ich mich dafür anstellen?

Stress

Wenn man so richtig übel viel Arbeit und einen völlig wahnsinnigen Abgabetermin für dieselbe hat, kommt das Bloggen eindeutig zu kurz.
Shit.

Montag, 28. August 2006

Nachtrag

Habe soeben erfahren, daß nach unserer netten kleinen Feier am Freitagabend die Bar der Freundin einem Schlachtfeld glich und ihr Hund am nächsten Morgen am Boden kleben geblieben ist.
Naja, feiern eben!

Sonntag, 27. August 2006

Andere Menschen - andere Sitten

Läßt man sich auf eine Lebensgemeinschaft mit einem Mann belgischer Herkunft ein, der noch dazu seine Wurzeln in der Ardenne hat, muß man sich an eine Menge seltsam anmutender Gepflogenheiten gewöhnen.

An gigantische Rheumalinddecken vom Ausmaß eines Fußballfeldes beispielsweise, welche man sich mit dem Belgier seiner Wahl teilen muß - Belgier schlafen immer unter einer einzigen Decke - und die wie ein tonnenschweres Brett auf einem liegen und nicht einmal ansatzweise wärmen. Daran, daß diese Monsterdecken am Bezug eine Art Zunge besitzen, die am Fußende unter die Matratze gestopft wird, so daß man unter der Decke gefangen ist wie eine Sardine in der Büchse und die Bewegungsfreiheit der Beine gleich Null ist. Und daran, daß man für meine daraufhin importierte gutdeutsche Federbettdecke keinen passenden Bezug bekommt, dafür aber eine Diskussion über den moralischen Wert deckengetrennten Schlafens. Ich habe übrigens gewonnen.

Man muß französisch lernen. Und in diesem Zusammenhang dann gleich auch, daß eine Autowerkstatt eine Garage, eine Garage ebenfalls eine Garage, ein Weste ein Gilet, eine Jacke aber eine Veste ist. Und daß man ein Baiser nicht essen kann.

Weiter hat man größtes Interesse daran, schnell zu lernen, daß man nichts, aber auch rein gar nichts wegwerfen darf. ALLES ist schließlich IR-GEND-WANN noch einmal zu etwas nutze. Und sei es für die Enkel. Soviel zum Inhalt unseres Kellers. Und der Werkstatt Garage.

Ich mußte mich seitens der Schwiegereltern daran gewöhnen, daß es beim Essen zu Fleisch keine Soße gibt. Nein, ich muß mich korrigieren, es GIBT Soße. Es handelt sich dabei um ca. 1,5 Esslöffel einer klaren und geschmacksneutralen Flüssigkeit. Für 8 Personen. Von der ich, als Gast, immer als erste nehmen durfte. Mit dem Resultat, daß für die anderen nichts mehr übrig blieb und das Reichen von Sossen am Tisch später ganz eingestellt wurde.

Man lernt, daß es vor dem Essen immer einen Gemüsebrei gibt, von den Belgiern auch soupe genannt, obwohl der Flüssigkeitsgehalt bei höchstens 25% liegt. Dafür wird dann Sahne zugegossen. Das erleichtert das Kauen.

Man muß lernen, daß ein Sylvesteressen von 20 bis ca. 3 Uhr morgens dauert. Und daß man nicht knallt. Und daß immer klein gedacht wird. In kleinen Dimensionen. Der Belgier an sich hat nämlich einen Minderwertigkeitskomplex. Im Gegensatz zum Franzosen, aber das führte jetzt zu weit. Jedenfalls ist immer alles klein, auch beim Einkauf: man kauft nur kleine Mengen winziger Äpfelchen, kleine Brötchen, kleine Tomätchen, kleine Mengen Fleisch... naja, und wenig Sosse eben.

Man muß sich an grundlose Motzanfälle gewöhnen und allein aus dem nackten Überlebenstrieb heraus schnellstmöglich lernen, diese einfach zu ignorieren. Der Belgier an sich motzt nämlich nur vor Publikum. Alleine ist ihm dies viel zu anstrengend.

Es gibt allerdings eine Sache, an die ich mich in Rekordzeit gewöhnt habe: Den sympathischen Aperitif! Das Zelibrieren desselben kann sich über Stunden ziehen und hat so manchen Sonntagsbraten in einen schwarzen, stinkenden, unförmigen Klumpen verwandelt, als man schließlich um 18 Uhr zu Tische bat. Zum Mittagessen. Was mir egal war, es gab eh keine Sosse.

Im Grunde ist es das Leben mit einem Belgier gar nicht mal so übel.

Larousse um 1900

Erwähnte ich bereits, daß meine Umwelt so nach und nach um mich herum zerbricht? Daß der Lattenrost meines Bettes nach einem gewagten Sprunges von Kind n°2 zwei unversehrte Latten weniger zählt? Daß die Stehlampe im Eingangsbereiches des Wohnzimmers Dank heftigstem körperlichen Einsatzes des Kindes n°1 beim bei Todesstrafe verbotenen Fußballspiel zerbarst? Und daß wir seit Freitag kein warmes Wasser mehr haben???

Herr Larousse läuft seitdem ziemlich angepißt durch die Gegend und läßt mich wegen Dauermeckerns über eine eventuelle Scheidung nachdenken. Seine Bemerkungen bestehen seither zu 99% aus Flüchen, die ich hier aus jugendschutztechnischen Gründen nicht wiederholen will. Die Brut darf nur noch mit Ohrstöpseln herumlaufen. Verkriecht sich aber eh lieber, da in diesem Zustand mit Herrn Larousse nicht gut Kirschessen ist.

Da Körpergerüche sich aber nun einmal einen Dreck darum scheren, ob warmes Wasser vorhanden ist oder nicht, und um des Gatten Laune etwas zu heben, kamen wir heute morgen schlußendlich nicht um eine Zuberaktion herum. Extrem-Badewasser-Koching. Die 4 größten Töpfe des larouss'schen Haushalts wurden hervorgekramt und die Küche zum Waschhaus umgewandelt. Wobei selbst der größte Topf, hätte ich denn einen zur Verfügung gehabt, in Anbetracht einer zu füllenden Wanne geradezu lächerlich klein erscheint.
So.
Und dann kam Folgendes:
Füllen
Kochen
Ins Bad tragen
auskippen
Füllen
Kochen
Ins Bad tragen
auskippen
...
Kinders, die armen Leutchen in früheren Zeiten hatten zwar sicher nicht den Stress der heutigen Gesellschaft, aber mit Sicherheit starke Oberarme und eine gigantische Portion Geduld, denn bis die Badewanne auch nur halbwegs gefüllt war, bedurfte es eines gefühlten halben larouss'schen Lebens. Mindestens.
Jetzt bin ich sauber. Naja, so sauber man eben sein kann wenn man sich mit jemandem das Badewasser teilen muß. Aber wenigstens war ich zweite. Und schwitze noch immer. Vom Tragen. Und vom zu heißen Wasser. Aber es kam mir kein Tropfen kaltes dazu, bei den Mühen!!
Vive-moi lundi matin, wenn der Klempner 2 mal klingelt...

EDIT 17:39 So, das wär's gewesen mit dem kalten Wasser - der Typ von der Heizungsfirma hat das Problem gerade behoben (nachdem ich schon am Freitagnachmittag dort angerufen hatte - auch nicht schlecht, 48h Wartezeit für einen Notfall, tsts)

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