Nein - ich habe es nicht erlebt.
Dafür aber den Platz, jungfräulich, also ohne Meute.
Und kann es mir darum umso besser vorstellen.
Ob ich es gut finde, also aus tierischer Sicht, kann ich nicht sagen.
Beeindruckend ist es allemal.
Wenn Sie die Wahl hätten zwischen einem netten Stadtbummel mit Regenschauern und Restaurantbesuch und dem Besuch eines 4x4m grossem FolterFintessraum im Hotel - was nähmen denn SIE?
Ich scheine unter einer Extremform der senilen Bettflucht zu leiden.
2 erbärmliche Stunden Schlaf - und ZACK, bin ich wach.
Was wohl auch mit daran liegt, dass gerufene Geister durch mein Hirn spinnen. Welche einzufangen ich des nächtens nicht in der Lage bin.
Mein mitgebrachtes Augenzeuginnenberichtebuch - die letzten Monate im Leben der Anne Frank - trägt auch nicht sonderlich zum Heben der Stimmung bei, noch beschert es wohl sweet dreams. Larousse zeigt mal wieder Händchen im Aussuchen von Reiselektüre.
Das Schlimmste aber ist: ICH HABE HUNGER!
Die Minibar bietet ausser einer nicht erwähnenswerten Menge an Toblerone und ein paar verjährten Chipsletten nichts wirklich von Wert.
Muss ich mir jetzt schon meinen Hunger wegsaufen?
Tses...
So ein gitarrespielender Unteruntermieter kann einem ja ganz schön auf den Saque gehen.
Nicht, dass ich Gitarrenmusik nicht mag.
Im Gegenteil, ich habe selbst ein langes Gitarrespielerdasein hinter mir, allerdings eher den aktiven Part, damals noch als Untermieterin bei meinen Eltern, die mich nicht rausschmeissen konnten wollten, jedenfalls nicht wegen der Gitarrenmusik.
Das aktive Gitarenmusikerdasein hat gegenüber dem passiven den grossen Vorteil, dass man den eigenen Quertönen gegenüber völlig unempfindlich ist. Klingt einfach alles geil, was man dem Instrument da entlockt.
Als passiver Gitarrenmusiker hingegen entwickelt das eigene Gehör plötzlich bisher ungeahnte Sensibilitäten, und man ist dem von unten kommende Schrummschrumms ziemlich hilflos ausgesetzt, es sei denn, frau hat Lust, abends um 11 kurzbenachthemdet unten Sturm zu klingeln und die zickige Mittvierzigerigerin raushängen zu lassen. Bei einem jungen, blonden, braungebrannten, attraktiven Schweden mit Gitarre.
Hat mal einer ein Lagerfeuer?