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Work•Vibes

Freitag, 18. Juli 2008

Von Innen und aussen

Was, wenn Menschen Qualiäten in einen hineinprojizierenm erkennen, von denen man selbst nicht überzeugt ist, dass man sie hat?
Obwohl diesen Menschen nichts vorgemacht wurde und sie nur aufgrund ihres persönlichen Eindruckes so urteilen?
Obwohl der professionelle Beurteiler ein verheerendes abgab?

Jetzt sitzt Larousse hier mit einem Vertrag, auf dem nur noch ihr Gekritzel fehlt. Können 7 abgesessene Jahre in einem unprofessionell geführten Unternehmen einen so in Selbstzweifel stürzen, dass Aussen mehr sieht als Innen?

Hm.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Hm.
Aber Larousse hat Angst vor der eigenen Courage. Und den Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Und zu entäuschen. Die Erwartungen. Und die Menschen.
Puh.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Ring my bell II oder The dark side of the Arbeitsamt

Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - Ring - "Aarbechtsamt, bonschur"

What?
He, damit hatte ich nicht gerechnet, das ist unfair!
Wieso geht da plötzlich jemand dran??
Himmel, warum hab ich nochmal die Nummer gewählt?
Wo ist mein Text?
SOUFFLEUSE!!
Ach ja, genau, wolle Gespräch mit Herrn Kompetenz-Bilanist-Prüfer.

- Äh, ja, hallo, äh, mein Name ist Larousse, kann ich bitte mit Herrn Kompetenz-Bilanist-Prüfer sprechen?
- Der ist erst morgen wieder im Haus.
- Das versteh ich nicht - laut Internet-Info arbeitet er doch nur donnerstags...?
- Der ist aber heute nicht da.
- Ja wie, arbeitet er also NICHT donnerstags?
- Madame, wenn ich Ihnen sage, dass er erst morgen wieder da ist, ist er erst morgen wieder da.
- Also arbeitet er freitags statt donnerstags?
- Nein, er arbeitet donnerstags.
- Also ist er heute nur ausser Haus und arbeitet morgen auch?
- Madame, der Herr Kompetenz-Bilanist-Prüfer arbeitet nur donnerstags, rufen Sie morgen nochmal an.

Ich muss das jetzt nicht verstehen. Sagt mir, dass ich das nicht verstehen muss.
Neuer Plan: Ich werde Telefon-nicht-Beantworterin UND Kompetenz-Bilanist-Prüferin.
Das scheint mir erstrebenswert, irgendwie.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Ring my bell




Jetzt mal ehrlich - ich wusste gar nicht, wieviel ein Mensch so schlafen kann!
Es ist, als holte ich den gesamtversäumten Schlaf der letzten 3 Jahre in einem nach.
Und in den Schlafpausen wird versucht, das Arbeitsamt telefonisch zu erreichen.
Vorsichtiger Aktivismus also, denn nur so tatenlos rumzuschlafen bringt ja auch nicht wirklich viel. Vortasten, was mir für Alternativen zur Verfügung stünden, sollte ich mich weigern, in den cage aux folles zurückzukehren. Mein Bauch weigert sich schon mal probeweise allein bei dem Gedanken.
Nach dem 10. Anruf wächst die Vermutung in mir, daß das hier ansässige Arbeitsamt garr nicht existiert kain Täläffon 'at.
Jedenfalls meldet sich niemand, selbst nach unverschämtlangeklingelnlassen nicht.
Hm.
Ich glaube, das wär was für mich. Nicht-ans-Telefon-geher beim Arbeitsamt.
Frühstücks- und Mittagspause reihen sich nahtlos aneinander, ein bisschen Feuilletongestöbere bis zur 4-Uhr-Kaffeepause und schwupps, steht der Feierabend vor der Amtstür!
Jetzt muss ich da nur noch einen erreichen, der mir sagt, wie ich den Posten kriege...

Donnerstag, 8. Mai 2008

Komplimente&Co

"Mme Larousse, agence la cage aux folles, bonjour - que puis-je faire pour vous?"

"M. K. ici, je voudrais parler avec Mme Larousse svp."

"C'est moi-même!"

"Ach, Frau Larousse - Sie sind's, ich hab Sie jetzt gar nicht gleich erkannt!"

"Sie haben recht, Herr K., in anderen Sprachen hören sich Stimmen oft ganz anders an!"

"Ja, auf französisch klingen Sie so... jung!"
...


Er hat noch versucht, es aufzufangen.
Aber gehört ist gehört.


*glattstreich

Mittwoch, 23. April 2008

Es ist so weit,

ich bin noch nicht mal mehr in der Lage, mails zu schreiben, mein Hirn liegt brach und trocken in seiner Schale und ich fühle eine tiefe Müdigkeit, die vergangenen Tage zollen ihren Tribut, Überarbeitung hat noch nie jemandem wirklich gut getan, und mein beschissenes Pflichtbewusstsein manövriert mich immer wieder in Situationen, in denen die ganze Welt mir bei meinem Anblick zuschreit "Hör auf, mach mal Pause" und ich es einfach nicht schaffe, weil schon allein der Gedanke, dass man mir nachsagen könnte, meine Arbeit nicht gewissenhaft erledigt zu haben, mir Herz verursacht.

Ich bin müde.

Donnerstag, 20. März 2008

Klatsch & Tratsch

Wie langweilig diskret muss man sein, um beim gemeinschaftlichen Gruppenmittagessen dem Lästern interessierten Berichterstatten über dritte nicht anheimzufallen? Ich meine, da arbeitet man seit Jahren zusammen und kennt die Macken und Tricks des Chefs der anderen, da wird es doch mal erlaubt sein, liebevoll ein paar mehr oder weniger bissige kritische Bemerkungen dazwischen werfen zu dürfen.
OK, ich war die einzige Frau.
Und ok, zwei der Anwesenden sind noch in der Probezeit.
Aber deshalb muss ja nicht gleich Hochschuldozentenambiente am Tisch herrschen.
Dann fehlt doch das Salz in der Suppe.
Mir wenigstens.

Montag, 3. März 2008

Axel



Schweissgeruch beim Kunden ist wirklich unangenehm.
Vor allem, wenn man ihn nicht eindeutig dem Kunden zuordnen kann.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Frohes Fest!

Nein, Sie haben nicht falsch gelesen. Morgen steigt das alljährliche Jahresendfest der Firma. Aus diversen logistischen Gründen leicht zeitversetzt. Wobei ich mich hier nicht beklagen will. Mir gefallen über's Jahr verteilte Feste weit besser als dieses Geknubbel im Dezember, wo sich der Wolf gefeiert wird und man vor lauter Völlerei seine Füsse nicht mehr sieht. Dann doch lieber ein gepflegtes Gelage ausserhalb der Meistfeierzeit.

Sonntag, 18. November 2007

Oups!

Larousse - Mein Gott, was hat der Typ grade einen Mist von sich gegeben, sturzbesoffen, wie der war.
Herr Larousse - Und? Hast Du es ihm gesagt?
Larousse - Ich hab's versucht, aber er hat mich ja nicht zu Wort kommen lassen!
Herr Larousse - Gut so. Das war nämlich der neue Kunde.

Argh.

Donnerstag, 15. November 2007

Day 1

Alter Job, neues Glück.

Als Einstand durfte Larousse heute also gleich mit zum Meeting-Marathon bei für sie neuem Kunden, Beginn 9h, Begrüssung um 8h30 durch lieben Exkollegen und 1 Croissant. Dann 4 Stunden Gerede. Über Nötiges, Unnötiges und Unverständliches.
Erster Tag eben.

Mittagspause.
Anlässlich des heutigen Beaujolais Nouveau-Erscheinens in L gibt es Käseplatte und einen Plastikbecher für jeden. Nach einer halben Stunde und 8 Flaschen dann kommt die Diskussion mit leicht schleppender Zunge auf die ethische Vertretbarkeit des Verkaufes von Dildos und Cockringen in Supermärkten. Der wichtige belgische Mann mir gegenüber präsentiert stolz seine Beate-Use-Kundenkarte und erklärt detailliert, warum und wann genau auf den Einsatz von Gleitgel nicht verzichtet werden darf. Aufgrund seines Körperumfanges und seiner Kurzatmigkeit beginne ich mir ob des Themas Sorgen um sein Herz zu machen. Und um seine Frau. Seinem Grinsen entnehme ich, dass er denkt, Larousse wüsste nicht, wer Beate Use ist. Ich lasse ihn in dem Glauben. Es ist besser so...

Alles in allem eine akzeptabler erster Tag.
Ich hoffe nur, ich muss nicht jeden Mittag trinken.
Oder über Gleitgel diskutieren.
Jedenfalls nicht mit dieser Art von Mann...

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