Work•Vibes
Wirklich nett ist dann ja mal eine Chefin, die einen zu Hause anruft mit dem Vorschlag, den larouss'schen Samstagdienst zu übernehmen, "weil Du die Woche echt müde ausgesehen hast, Larousse, und Du sollst Dich ja auch nicht überarbeiten!"
Doch - wirklich nett!
larousse - 23. Oktober, 11:29
Und plötzlich schrumpfen 365 Tage zu einem Wimpernschlag zusammen. Morgen ist sie geschafft, die durchbibberte Probezeit. Wer hätte das gedacht.
Wo genau ich damit lande, weiss ich allerdings noch immer genausowenig wie wie ich bis hierher gekommen bin. Und warum schon mal gar nicht.
Naja, für irgendwas wird's schon gut sein.
Und wenn's nur die Erfahrung ist.
larousse - 30. September, 20:39
So, heute dann mal eben 13 Stunden gearbeitet.
Am Stück, versteht sich.
Soll ja Glück bringen, die Zahl.
Vielleicht nicht wirklich in diesem Zusammenhang - aber man lässt ja nichts unversucht.
*totumfall*
larousse - 28. September, 20:52
"Nee, die Mama kann ich dir nicht geben, die schläft noch, die ist erst um 6 nach Hause gekommen."
Ja, genau, die schläft noch.
Bis jetzt gerade.
Bis Mutter Larousse für irgendeine innerfamiläre Geburtstagsnichtigkeit anruft.
Vielen Dank auch.
Das Kind entschuldigt sich flüsternd bei mir für den grossmütterlichen Appel.
Nettes Kind. Gut erzogen. Ich schiebe ein Augenlid nach oben und suche die Digitalanzeige des Weckers. 12h30. Das macht 6 einhalb Stunden Schlaf, rein rechnerisch. Soweit ich das in meinem Zustand errechnen kann.
Gefühlt sind es jedenfalls deutlich weniger.
Ich fühle in meinen Körper. Die wesentlichen Organe scheinen noch an ihrem Platz zu sein. Für die unzähligen paar Mojitos gestern Abend ist sogar mein Hirn erstaunlich fit. Selbst an die Rückfahrt im Bus erinnere ich mich, auf der Kollege G. freundlicherweise in eine der bereitgelegten Präsenttüten gekübelt hat.
Dass ich mich nicht solidarisch dazugesellt habe, ist wohl einzig und allein der Tatsache zu verdanken, dass er 8 Reihen vor mir sass.
Man kann schliesslich nicht immer nur Pech haben.
Ich wälze mich aus dem noch wunderbar schlafwarmen Bett und wackle auf schmerzenden Füssen durch das Zimmer. Für 3 durchtanzte Stunden in den neuen 10-cm-Absatzstiefeln fühlen die sich erstaunlich unbreiig an. Hinschauen möchte ich dann aber trotzdem nicht. Dazu ist mein Magen noch zu instabil.
Mein Kopf dreht ein wenig und sucht in seinen Windungen, ob sich da nicht das ein oder andere Schämenswerte finden lässt, an das ich mich erinnern müsste.
Fehlanzeige.
Also bis jetzt.
Ich überlege, ob ich nicht auf facebook nach Zeugenfotos ausschau halten soll, verwerfe jedoch den Gedanken schnell wieder. Warum sich unnötig Schmerzen zufügen, wo sich doch soweit alles in Ordnung anfühlt.
Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte - ich brauch erst mal einen Kaffee.
larousse - 27. September, 12:44
Ich weiss ja nicht, ob es daran liegt, dass Montag ist, aber die Arbeit schafft es, mich sogar im Urlaub wachzurufen.
Nein; es ist nicht der Montag. Es legt wohl eher daran, dass ich bis zu meiner Rückkehr nächste Woche noch einen ganzen Batzen zu erledigen habe.
Man könnte auch sagen: ich dürfte eigentlich gar nicht frei haben.
In solchen Fällen erledige ich die Arbeit dann ja lieber sofort statt jeden Morgen um 6 mit Magen zu erwachen, wohlwissend, dass der Berg nicht kleiner wird.
Dumm nur, dass ich von zu Hause aus gar nichts machen kann.
Dumm auch, dass viel Menschenarbeit anliegt.
Wenn ich so darüber nachdenke - eigentlich hauptsächlich.
Was würden Sie machen mit einem Team, welchem es erfolgreich mit gewerkschaftlicher Unterstützung gelungen ist, Ihren Vorgänger zu schassen, nur um 3 Monate später firmenintern zu verkünden, dass die neue Chefin ja noch viel schlimmer da unkompetenter ist und sich den alten zurückwünscht?
Zunge rausschneiden?
Einmauern?
Alle Sissi-Folgen hintereinander sehen lassen?
Oder einfach nur ignorieren?
Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass Messer im Rücken auf Dauer erheblichen BlutEnergieverlust mit sich bringen.
Und darum: jetzt erst mal Urlaub.
larousse - 7. September, 08:03
Heute Brüssel.
Morgen Arlon.
Übermorgen Antwerpen.
Ach, was soll's.
Hauptsache das Haar sitzt.
larousse - 2. September, 19:36
... und Larousse muss arbeiten.
Vorarbeiten, die Arbeit von der Woche Urlaub, in der sie nicht arbeiten wird.
Damit sie 7 Tage in Urlaub gehen kann.
Um im Anschluss die Arbeit nachzuarbeiten, die in der Woche Urlaub angefallen sein wird.
Verdrehte Welt.
larousse - 30. August, 09:36
Oh Mann.
Wie ich dieses frühe Vonselberwachwerden hasse.
Den ganzen Tag schleicht man zombiesk durch die Welt, erwacht erst abends um 10 so richtig, läuft dann hektisch geschäftig durch die Wohnung, quält sich schliesslich hellwach ins Bett, schläft 5 Stunden und ZACK, ruft der Körper zum Weckappel, alle Organe antreten, Gehirn zuerst!
Das ist so gar nicht larousse-a-like.
Und ich rede jetzt nicht vom Gehirn.
Die Larousse, die ich kenne, wird durch NICHTS geweckt, schon gar nicht durch sich selbst. Die lässt sich respektvoll in Ruhe, weil sie genau weiss, dass sie sonst gekillt wird wie wichtig Schlaf ist.
Aber was soll's, die kommenden Wochen werfen ihre Augenringe Schatten eben voraus.
Da hilft auch die Couch der Coach nichts.
Vor allem nicht bei hippokriten Kollegen.
Sie kennen das, nicht wahr?
larousse - 6. August, 06:38
Larousse hat Reizdarm.
Igitt sagen Sie?
Hallo, das hier ist kein Dornröschenblog, das hier ist harte Realität!
Ausserdem, wären Sie in der gleichen Situation wie ich, hätten Sie wahrscheinlich auch Reizdarm. Oder schlimmer.
Oder wie würden Sie es verdauen, wenn Sie nach 42 Jahren mehr oder weniger normaler Kommunikation plötzlich in eine verbale Unterwelt abtauchen würden, in der man sich ausschliesslich mit Geheimcodes verständigt?
"Ich geh kurz in den HFB92 um da zu checken, ob der BTI auch tatsächlich auf dem natural hotspot sitzt und da die Ptag befestigt wurden, ausserdem, hab ich ein Memo bekommen, in dem mir mein BAM sagt, er könne die LTPs nicht in jedem BA neben den Designbreaks plazieren, weil wir sonst im CR durchfallen!"
Na?
Sie bekämen Reizdarm, nicht wahr?
Ebend!
Allerdings würden Sie höchstwahrscheinlich nicht darüber schreiben.
Das ist eben der Unterschied, zwischen Ihnen und mir.
ICH schreibe darüber.
Und, was noch schlimmer ist: SIE LESEN es auch!
Ha!
In diesem Sinne - schöne Woche! (o;
larousse - 3. August, 20:05
So, heute also letzter Tag.
Zeit wird's.
Ab dem 10ten Tag ist fremdwohnen anstrengend.
Man hat die Runde durch die Stadt gemacht, alle Gerichte auf der Hotelkarte ausprobiert, die Nase voll davon, den Altersdurchschnitt der Gäste um die Hälfte zu senken, hat nächtens in der ersten Reihe ferngesehen (anderes gibt's nicht, ausser natürlich man möchte Flämish lernen), und auch die Austauschkollegen haben ihr Soll erfüllt, da man sich sonst zu sehr an sie gewöhnen könnte und der Abschied schmerzen würde.
Viel gelernt.
Wenig gelacht.
Was für ein komisches Leben grad.
larousse - 10. Juli, 07:36