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Work•Vibes

Freitag, 11. Dezember 2009

Alle Jahre und so



Übrigens steht heute Abend das erste aller büro-kratischen Xmas-Feste 2009 auf dem Speiseplan.
Mit Herrn L's Firma.
Irgendwie blöd, dass die Fluktuation seiner Firma seit Jahren sehr gering ist.
Sonst könnte frau sich mal auf eine Änderung des Programmes freuen.
Aber so werde ich wohl wie gewohnt neben dem palästinensischen Gatten der in Deutschland wohnenden Französin sitzen.
Sie ist ja eher schweigsam. Was wohl in direktem kausalen Zusammenhang mit seiner Redseeligkeit steht.
Schwer, hin und wieder ein Wort zu platzieren.
Selbst für mich.
Nicht, dass es nicht interessant wäre, was der Gute zu erzählen hat.
Es ist nur, nun sagen wir... heikel. Wenn er von seiner Familie erzählt, die noch immer in Palästina sitzt. Öhm - Palästina? Sehen Sie - es ist heikel.

Oh, nein, es gibt einen neuen Protagonisten, wie konnte ich es vergessen - seit einem knappen Jahr nennt die Firma einen jungen Franzosen ihr eigen!
Der mit Freudentränen in den Augen ankündigte, dass er wohl heute Abend zum ersten mal überhaupt in ein luxemburgisches Etablissement eintreten darf!
Bisher hat er keine Türkontrolle geschafft - und das, wo Türkontrollen hier seit den 50er Jahren abgeschafft sind.
Wenn ich es recht überlege - es könnte doch tatsächlich noch ein netter interessanter lustiger Abend werden.
Seien Sie gespannt - ich bin es jedenfalls!

Freitag, 20. November 2009

Unglaublich

aber wahr: ich habe sie überlebt, die Woche!
Fragen Sie nicht wie - freuen Sie sich DASS!
Also, wenn Ihnen danach ist.
Ansonsten nehmen Sie es einfach hin - man wird ja genügsam, mit dem Alter...

Sonntag, 15. November 2009

Vermischtes

Larousse hat Magen.
Und Beine.
Letzteres ist sie selbst Schuld.
Wer musste auch unbedingt dieses blöde Fitness-Abo buchen und es jetzt Cent für Cent abarbeiten? Eben.
Ok, das war ja eigentlich auch das Ziel. Aber mir würde es derzeit schon reichen, könnte ich es wie Buddha halten. Der Weg allein ist schon hart genug. Wenn Sie verstehen, was ich meine.
Ersteres, also Magen, wird in erster Linie verursacht durch das, was gemeinhin als Arbeit bezeichnet wird. Weil die alte Woche sich erst gestern Abend um 22 Uhr verabschiedet hat. Und die Neue sich morgen ab 8 als härter ankündigt, als ich sie packen kann, so gefühlt. Da wird von oben und unten gezerrt, alle wollen sie etwas, meist Dinge, von denen ich noch nicht genau was, WAS genau gewollt wird, auf die ich mich entweder aus zeitlichen oder aus informationstechnischen Gründen nicht vorbereiten kann, und das ist nicht gut, GAR nicht gut.
Darüber hilft auch das von der Direktion angeordnete sogenannte Teambuilding in Paris nicht hinweg. Mit Besuch im Moulin Rouge, am Mittwochabend. Irgendwie fühlt es sich verdammt so an, als hätte Larousse das dann auch mal verdient, nach den letzten Monaten im beruflichen Vollrausch. Vom privaten ganz zu schweigen. Aber helfen - nein, helfen tut's nicht wirklich. Höchstens trösten.
Erst mal muss der Montag überlebt werden - dann werden wir sehen, ob ich es noch schaffe, bis Paris. Ich halte Sie laufend. Wenn ich nicht vorher aussteige.

Freitag, 23. Oktober 2009

Unverhofft und so

Wirklich nett ist dann ja mal eine Chefin, die einen zu Hause anruft mit dem Vorschlag, den larouss'schen Samstagdienst zu übernehmen, "weil Du die Woche echt müde ausgesehen hast, Larousse, und Du sollst Dich ja auch nicht überarbeiten!"
Doch - wirklich nett!

Mittwoch, 30. September 2009

365

Und plötzlich schrumpfen 365 Tage zu einem Wimpernschlag zusammen. Morgen ist sie geschafft, die durchbibberte Probezeit. Wer hätte das gedacht.
Wo genau ich damit lande, weiss ich allerdings noch immer genausowenig wie wie ich bis hierher gekommen bin. Und warum schon mal gar nicht.
Naja, für irgendwas wird's schon gut sein.
Und wenn's nur die Erfahrung ist.

Montag, 28. September 2009

Non vitae sed rentae vivimus

So, heute dann mal eben 13 Stunden gearbeitet.
Am Stück, versteht sich.
Soll ja Glück bringen, die Zahl.
Vielleicht nicht wirklich in diesem Zusammenhang - aber man lässt ja nichts unversucht.
*totumfall*

Sonntag, 27. September 2009

Frühschicht

"Nee, die Mama kann ich dir nicht geben, die schläft noch, die ist erst um 6 nach Hause gekommen."

Ja, genau, die schläft noch.
Bis jetzt gerade.
Bis Mutter Larousse für irgendeine innerfamiläre Geburtstagsnichtigkeit anruft.
Vielen Dank auch.

Das Kind entschuldigt sich flüsternd bei mir für den grossmütterlichen Appel.
Nettes Kind. Gut erzogen. Ich schiebe ein Augenlid nach oben und suche die Digitalanzeige des Weckers. 12h30. Das macht 6 einhalb Stunden Schlaf, rein rechnerisch. Soweit ich das in meinem Zustand errechnen kann.
Gefühlt sind es jedenfalls deutlich weniger.

Ich fühle in meinen Körper. Die wesentlichen Organe scheinen noch an ihrem Platz zu sein. Für die unzähligen paar Mojitos gestern Abend ist sogar mein Hirn erstaunlich fit. Selbst an die Rückfahrt im Bus erinnere ich mich, auf der Kollege G. freundlicherweise in eine der bereitgelegten Präsenttüten gekübelt hat.
Dass ich mich nicht solidarisch dazugesellt habe, ist wohl einzig und allein der Tatsache zu verdanken, dass er 8 Reihen vor mir sass.
Man kann schliesslich nicht immer nur Pech haben.

Ich wälze mich aus dem noch wunderbar schlafwarmen Bett und wackle auf schmerzenden Füssen durch das Zimmer. Für 3 durchtanzte Stunden in den neuen 10-cm-Absatzstiefeln fühlen die sich erstaunlich unbreiig an. Hinschauen möchte ich dann aber trotzdem nicht. Dazu ist mein Magen noch zu instabil.

Mein Kopf dreht ein wenig und sucht in seinen Windungen, ob sich da nicht das ein oder andere Schämenswerte finden lässt, an das ich mich erinnern müsste.
Fehlanzeige.
Also bis jetzt.
Ich überlege, ob ich nicht auf facebook nach Zeugenfotos ausschau halten soll, verwerfe jedoch den Gedanken schnell wieder. Warum sich unnötig Schmerzen zufügen, wo sich doch soweit alles in Ordnung anfühlt.

Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte - ich brauch erst mal einen Kaffee.

Montag, 7. September 2009

Zwischenmenschliches

Ich weiss ja nicht, ob es daran liegt, dass Montag ist, aber die Arbeit schafft es, mich sogar im Urlaub wachzurufen.

Nein; es ist nicht der Montag. Es legt wohl eher daran, dass ich bis zu meiner Rückkehr nächste Woche noch einen ganzen Batzen zu erledigen habe.

Man könnte auch sagen: ich dürfte eigentlich gar nicht frei haben.
In solchen Fällen erledige ich die Arbeit dann ja lieber sofort statt jeden Morgen um 6 mit Magen zu erwachen, wohlwissend, dass der Berg nicht kleiner wird.
Dumm nur, dass ich von zu Hause aus gar nichts machen kann.
Dumm auch, dass viel Menschenarbeit anliegt.
Wenn ich so darüber nachdenke - eigentlich hauptsächlich.

Was würden Sie machen mit einem Team, welchem es erfolgreich mit gewerkschaftlicher Unterstützung gelungen ist, Ihren Vorgänger zu schassen, nur um 3 Monate später firmenintern zu verkünden, dass die neue Chefin ja noch viel schlimmer da unkompetenter ist und sich den alten zurückwünscht?
Zunge rausschneiden?
Einmauern?
Alle Sissi-Folgen hintereinander sehen lassen?
Oder einfach nur ignorieren?
Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass Messer im Rücken auf Dauer erheblichen BlutEnergieverlust mit sich bringen.

Und darum: jetzt erst mal Urlaub.

Mittwoch, 2. September 2009

Sitzungen

Heute Brüssel.
Morgen Arlon.
Übermorgen Antwerpen.

Ach, was soll's.
Hauptsache das Haar sitzt.

Sonntag, 30. August 2009

It's a beautiful day...

... und Larousse muss arbeiten.

Vorarbeiten, die Arbeit von der Woche Urlaub, in der sie nicht arbeiten wird.
Damit sie 7 Tage in Urlaub gehen kann.
Um im Anschluss die Arbeit nachzuarbeiten, die in der Woche Urlaub angefallen sein wird.

Verdrehte Welt.

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