Alles klebt. Meine Hose, mein Top, meine Unterarme am Schreibtisch, meine Finger an der Tastatur, meine Gedanken im Hirn, eine einzige klebrige Masse. Im Radio verbringen die Fanta 4 ihren Tag am Meer und ich will mit. Ich male mir kalte, klare, mit feinem Niesel überzogene Meerbilder aus, höre Wasser plätschern wo keines ist, träume von dem Gefühl, diesem schaumigen Gefühl auf der Haut, welches entsteht, wenn man in kaltes, klares Wasser springt. Ich bin eine gute Tagträumerin, es hilft, Kühle perlt über meine Haut. Und ich will zurück.
larousse - 24. Juli, 14:32
Blick aus dem Flugzeug, gestern gegen 21:00 Uhr:
Gegen 21:15 Uhr

larousse - 23. Juli, 09:52
"Du bist eine schlechte Mutter" schreit es in mir und treibt mir dicke Tränen der Verzweiflung in die Augen. Ich versuche, sie wegzublinzeln.
"Quatsch" meldet sich mein Ego-Vibe, um die Situation zu entschärfen, "Die Kids haben sich doch gefreut, noch 10 Tage mit ihren Grosseltern bleiben zu dürfen, Kinder müssen schließlich Selbständigkeit lernen und nicht immer an den Eltern kleben".
"Schnauze" keift das Mutter-Vibe "Du hast auf der ganzen Linie versagt - statt mit der Brut zu spielen, hast Du geschlafen oder gequatscht oder irgendeine fadenscheinige Ausrede erfunden, um Deine Ruhe zu haben!!" - "Die hast Du ja auch verdient" raunt mir Frau Egoismus zu.
Zurück bleibt eine an sich zweifelnde, heulende Larousse, die jetzt, im Flieger, gern ihre Kids neben sich hätte um sie zu knutschen und zu drücken und ihnen zu sagen, daß sie sie liebt. Und sogleich erscheint vor ihrem geistigen Auge die Reaktion der Kids: "Boh Mama - Du nervst!
larousse - 23. Juli, 09:37

Das neueste Familienmitglied der Andy`schen Villa Kunterbunt:
Sir Clarence (mit Gruss von Andy an Glam!)
larousse - 19. Juli, 11:48
Da sitzen wir also in diesem schicken Restaurant. Und Larousse sieht den Ankommenden zu, wie sie so den Saal, oder besser Garten, betreten, Ich mache sowas gerne, Leute abscannen. Wie lange diese wohl gebraucht hat, bis sie soweit vorzeigbar war? Wieviel der wohl zahlen musste, bis die mit ihm mit...
Auf der Szene erscheint ein extrem gut aussehender Mittdreissiger. Lockiges, vom Duschen noch feuchtes Haar, sympatisches Gesicht. Ich lächle ihm zu als er unseren Tisch passiert. OBWOHL WEIL er einen Maxi Cosi (für nicht-Eltern: eine Babyschale) trägt.
Die Gesellschaft des attraktiven Mittdreissigers nimmt im hinteren Teil des Restaurants Platz. Und Kind Nr 1 raunt mir zu: "Mama - das war der Lehmann!"
Da ich trotz interessiertem Zuschauens der WM nicht in der Lage bin, einen an mir vorbeiflaniernden Torwartstar zu erkennen, schenke ich meinem Sohnemann einen erstaunten Blick und versuche, trotz fehlender Brille den Mann am anderen Ende des Resturants genauer unter die Lupe zu nehmen. Vater Larousse geht einen Schritt weiter und erkundigt sich bei befreundetem Restaurantbesitzer, ob es sich bei besagtem Gast tatsächlich um Herrn Lehmann mit dem Zettel in der Socke handelt, woraufhin dieser bejaht.
Aufregung macht sich unter der Brut breit, sie verlangt nach einem Autogramm, welches aber ausschliesslich unter Mutters Schutz zu erlangen ist. Ich verhandle und wir einigen uns auf ein Promifoto mit Vibes-Brut-Umrahmung. Ach Du Scheisse, ich will nicht Toll, ich LIEBE es, Prominente in Restaurants anzusprechen, ob sie etwas gegen ein Foto mit meinen Kindern einzuwenden hätten.
Abbawatsolz, es ist nicht jedes Jahr WM in Deutschland mit einem so gutausehenden Torwächter und meine Kinder begegnen vielleicht nur dieses eine Mal einem Ausnahmekeeper, also erhebe ich mich auf ein Zeichen meines Erzeugers hin und bewege mich samt Brut Richtung Parkplatz, wo Herr Lehmann gerade sein Baby in den Schlaf wiegt. Und uns auf die Frage, ob er einen Moment Zeit hätte mit der Bemerkung: "Erst muss mein Baby schlafen" abschmettert. Wie sympathisch, das Interesse an der Familie wird also über die eigene Eitelkeit gestellt.
Kind nr 1: "Der is ja total nett und redet ganz normal, wie ein normaler Mensch!"
Zweiter Anlauf, 1 Stunde später. Wir wollen das Etablissement verlassen und wählen geschickt den Weg durch den Hinterausgang, der genau am Tisch des Opfers vorbeiführt. Kurz vor dem Tisch sagt Kind 1 zu mir: "Mama, ich muss Dir was sagen!" Da Larousse aus Erfahrung klug geworden ist und weiss, dass Kind nr 1 jetzt kneifen will, ich aber entschieden habe, diese Situation jetzt hinter mich zu bringen, herrsche ich es an: "SPÄTER!", schleife es zu Herrn Lehmann, haue seiner attraktiven, ihm gegenübersitzenden Gattin den Fotoapparat in die Hände, lasse sie ein Foto der larouss'schen Nachkommendschaft mit ihrem Gatten schiessen, bedanke mich, wünsche noch einen schönen Urlaub und bin froh, von der Bildfläche verschwinden zu können.
Larousse fotografiert Promis. Wie tief bin ich gesunken.
Die Stufen zum Parkplatz hinuntersteigend ergreift Kind nr 1 das Thema erneut:
- "Mama, kann ich dir jetzt was sagen?"
- "Ja, jetzt kannst Du"
- "Mama, da sassen auch Neville und Arne Friedrichs und...."
larousse - 19. Juli, 01:51
der 16. juli ist der tag der carmen del virgen, der schutzpatronin der fischer. aus diesem anlass fahren um 2o:oo ein fischerboot mit 4 pfarrern sowie der madonnenfigur dieser patronin, ein anderes mit castagnettenspielern und viele weitere boote, die dieses spektakel miterleben wollen, auf´s meer hinaus. so auch wir.
kind nr 2 fragt, was das auf dem ersten boot sei und was die leute dort machen.
larousse: die Pfarrer werfen gleich blumenkränze ins meer für all die fischer, die darin gestorben sind und damit die madonna, die du hinter den priestern siehst, auf die anderen aufpasst.
kind nr 2: Und wieso nehmen die eine sängerin mit auf´s boot?
larousse - 17. Juli, 11:09
24:oo - larousse gibt auf, der stress der letzten wochen fordert erholung und zwingt mich ins bett.
o2:oo - wasser!! mein körper schreit nach wasser! der brand wird mit gefühlten 34 litern gestoppt
o4:oo - musik, wie schön! moment mal - musik? vor dem haus liegt ein spanisches restaurant, dessen gartenbeschallung auf max. volume gestellt ist. prima. trance vom feinsten. und kein schwein zu sehen. ich tapere die stufen bis zum eingang hinunter und find alles verschlossen. die musik schreit mir in der stille der nacht entgegen. nach 20 minuten verzweifelten suchens, ob ich nicht doch irgendwie in den garten komme, geht die musik plötzlich aus. und ich wieder ins bett. gähn.
o6:oo - "tschilp" hä? "tschilp-tschilp" ein spatz hat sich in der tür geirrt und flattert aufgeregt durch´s zimmer. die greenpeace-fraktion in mir schreit: "larousse, befreie das arme tier!" die müdigkeit schreit zurück: "scheissvogel, soll er doch verrecken, ich will schlafen!"
Greenpeace siegt.
o7:3o - kind nr. 1 ist wach und will fernsehen. fernseher geht nicht. larousse muss alles technische wissen, das um diese uhrzeit zur verfügung steht - und das ist nicht viel - hervorkramen.
o8:oo - fernseher läuft. wieder ins bett.
o8:3o - kind nr 2 fragt, wann es endlich frühstück gibt. soll es doch verhungern ok, frühstück machen ist angesagt.
Und ich bin sooooo müde...
larousse - 17. Juli, 10:56
ich bin ein feuerfisch. so fühlt es sich wenigstens an. wie peinlich. da töne ich noch vor kurzem: was, sonnenbrand? könnte mir nie passieren! und dann das!
obwohl ich vorgesorgt habe, oder wenigstens habe ich das versucht: ich hatte in der apotheke meine superspezialzaubersonnencreme bestellen wollen, abersiehe da, das wundermittelchen wird nicht mehr vertrieben! Verstehe, wer will, denn es war die einzige garantie, nicht wie ein Surimi zu enden. so musste ich also auf dem flughafen noch schnell noch irgendetwas vergleichbares erwerben. habe mich für ein schweizer produkt entschieden. 100% wasserfest. jetzt sehe ich aus wie die schweizer nationalflagge. nur das kreuz ist unscharf gezeichnet.
super.
larousse - 16. Juli, 22:08